Nach vier Jahren wurde 2008 das Projekt ALULA TON SERIEN als Konzertreihe und
Label 2008 beendet. Die Auseinandersetzungen um Konzepte und Aufführungsformen
von Klangkunst und elektroakustischer Musik wurde weitergeführt.
2010 entschlossen wir uns ALULA TON SERIEN in weitergedachter Form fortzuführen.
Der Schwerpunkt liegt nun auf einem netzbasierter Rahmen für eine kollaborative und
modulare Aufführungspraxis.
Diese Praxis basiert auf theoretischen Fragestellungen. Als Serie bezeichnen wir also
eine konkrete Fragestellung mit all ihren jeweiligen Realisierungen (Übungen).
Charakteristisch ist deren modulare Struktur, allerdings weniger auf der technischen
als auf der kompositorischen Ebene - also der Ebene der kollaborativen Erarbeitung.
Die ALULA TON SERIEN sind keine abgeschlossenen, festen Stücke, vielmehr
offene Prozesse, die in verschiedenen Formen, Formaten und Konstellationen realisiert
werden. Durch die modulare Struktur können die einzelnen Realisierungen spezifisch
den jeweiligen Aufführungsentwürfen angepasst werden.
Die modulare Kollaboration setzt non-hierarchische, dezentrale Organisationsformen
um, die den Gestus des genialen Einzelkomponisten ablösen. Die einzelnen Beteiligten
interagieren dabei als gleichberechtigte Akteur_innen an der Erarbeitung von Modulen.
In den Aufführungen und Installationen werden diese Module zusammengeführt und
ergeben jeweils nicht wiederholbare Situationen.
Info: http://www.alulatonserien.de